Goldimplantation in Ohrakupunkturpunkte

Nachdem ich mich nun schon so viele Jahre mit der Ohrakupunktur beschäftigt hatte und andererseits die sogenannte „Goldakupunktur“ immer mehr an Bedeutung zur Therapie chronisch degenerativer Gelenks- und Wirbelsäulenerkrankungen gewonnen hatte, war es eigentlich nur konsequent, die Goldakupunktur auch in der Ohrakupunktur anzuwenden. Aus dieser Idee heraus entwickelte ich etwa 2006 die Goldimplantation in Ohrakupunkturpunkte.

Da der Ohrakupunkturpunkt ja einen direkten Einfluss auf das Areal im Gehirn ausübt, der für die Steuerung des Schmerz- und Entzündungsgeschehens in einem konkreten Gelenk oder Wirbelsegment usw. verantwortlich ist, ist es nur logisch, dass man über die Implantation eines Goldimplantates in diesen Punkt dauerhaft regulierend - schmerzlindernd und entzündungshemmend - Einfluss nehmen kann. Es stellte sich sehr schnell heraus, dass diese Implantation von Goldstücken in die Ohrakupunkturpunkte eine faszinierende Wirkung hatte. Außerdem war die Technik sehr einfach und ohne Narkose anzuwenden. Sie ist somit eine preiswerte aber dennoch sehr effektive Alternative zur herkömmlichen Goldakupunktur und wirkt in den meisten Fällen sogar dann noch, wenn eine zuvor erfolgte Goldakupunktur in die Körperakupunkturpunkte uneffektiv war oder über die Jahre hinweg ihre Wirkung verloren hat.

So wurde die Implantation von kleinen Goldstücken (ca. 2mm Länge) in die Ohrakupunkturpunkte  eine interessante Anwendung der Ohrakupunktur. Hierbei wird nach Reinigung und Desinfektion des Ohrpunktes mit einer sehr feinen Kanüle eine kleine Quaddel mit einem Lokalanästhetikum gesetzt, in die dann das Goldimplantat, wie beim Chip mit einer Hohlnadel implantiert wird. Dies ist ein kaum schmerzhafter, kurzer Eingriff. Das Goldimplantat bleibt zeitlebens im Ohrpunkt und "trägt Sorge" dafür, dass die Entzündung nicht wieder eskaliert.