Patientebeispiele:

14-j- Cockerhündin mit Herzinsuffizienz und chronischer Bronchitis

Dieser Patient hatte 2 Jahre zuvor eine Gebärmutteroperation. Seit der Operation sei das Tier in seinem Temperament deutlich gedrosselt gewesen. Seit 1 Jahr war der Patient in tierärztlicher Behandlung. Es sei eine Herzinsuffizienz diagnostiziert und „Wasser in der Lunge“, außerdem eine chronische Bronchitis festgestellt worden. Der Hund bekam seitdem Herzmedikamente, ohne dass sich an seinem Zustand etwas geändert habe. Bei der Akupunkturuntersuchung wurde der Lungenpunkt, der Nierenpunkt, ein Störfeld im Bereich des Gebärmutterstumpfes und in der Bauchnarbe gefunden.  Zusätzlich wurden Herzpunkte und die Narbenpunkte mit dem Laser behandelt. Schon direkt nach der ersten Behandlung zeigte sich eine deutliche Besserung der Symptomatik und das flache hüsteln war durch einige kräftige, produktive Hustenstöße ersetzt worden. 
Bei der 2. Behandlung erklärte der Besitzer, dass das Tier bereits deutlich munterer sei und seine Mobilität teilweise schon an alte Zeiten erinnere. Die Akupunkturbehandlung und auch die lokale Störherdbehandlung, so wie über den Uterus- Punkt wurden in der gleichen Form weitergeführt. Nach der 5. Behandlung war der Hund klinisch gesund und laut Besitzer „ganz der Alte“. Die Herzmedikamente waren unterdessen ausschleichend abgesetzt worden.
 
 

8 Monate alter Doggenrüde mit Spondylose und hochgradig schmerzhafter HD

Ein 8 Monate alter Doggenmischlingsrüde wurde mit hochgradig schmerzhafter HD beider Hüften, so wie einer ihm ebenfalls starke spontane Schmerzen bereitende Spondylose der unteren BWS und einem weiteren sehr drucksensiblen Bereich in der LWS in meiner Praxis vorgestellt. Beide Erkrankungen waren zuvor durch Röntgenbefunde sicher erkannt worden. Die Dogge war zunächst über 3 Wochen mit Rimadyl® und anschließend 2 Wochen mit Metacam® und Prednisolon behandelt worden. Da die Schmerzen extrem waren und nicht in ausreichendem Maße beherrscht werden konnten, hatte die behandelnde Kollegin beschlossen, das Tier einzuschläfern. Als der Rüde zur Akupunktur vorgestellt wurde, konnte er trotz der verabreichten Schmerzmittel kaum laufen und schrie mehrmals spontan schrill vor Schmerzen auf und lehnte sich zum Stehen an die Wand, um etwas Stabilität zu bekommen. Schon leichter Druck auf die betroffene BWS- und LWS- Partie, so wie auch ein nur leichter Abduktionsversuch wurden mit zusammenzucken und Aufschreien beantwortet. Der Hund war vollständig ausgezehrt und abgemagert (linkes Bild). 
Neben den lokalen Schmerzpunkten, die lokal mit dem Laser behandelt wurden, wurden Punkte des Milz- Pankreas- Meridians (MP) behandelt.  Der wichtigste Akupunkturpunkt war der Milz- Punkt, den ich auch gerne „Anabolikum- Punkt“ nenne. Es ist der wesentlichste Punkt für die Stabilisierung des Bandapparates und den Aufbau der Muskulatur. Auch die Abmagerung des Patienten spricht für eine Störung des MP- Funktionskreise. Zusätzlich wurden Schmerz- und Entzündungspunkte behandelt. Die Behandlung wurde offensichtlich als Wohltat empfunden und schon direkt nach der Behandlung konnte der Hund erheblich besser laufen. Bei der 2. Behandlung nach 1 Woche, in der er nur noch vereinzelt leichte Schmerzreaktionen beim Aufstehen gezeigt hatte, war schon eine deutliche Gewichtszunahme zu erkennen. Die Besitzer berichteten erleichtert, dass der Hund schon fast wieder so munter wäre, wie vor seiner Erkrankung. Obwohl der Hund bei der 4. und letzten Behandlung (immer wöchentlicher Abstand) klinisch gesund erschien und auch eine altersgemäße Bemuskelung zeigte, wurden zur dauerhaften Stabilisierung seines Zustandes noch in beide Hüftpunkte und den letzten Brustwirbelpunkt am Ohr Goldimplantate gesetzt. Seit über 2 Jahren ist der Rüde nun ohne weitere Behandlung ohne jegliche Lahmheit gewesen und bei bester konstitutioneller Verfassung (rechtes Bild).
Siehe auch Artikel über Schmerztherapie bei chronischen Gelenkserkrankungen Schmerztherapie-Gelenke

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3-jährige Schäferhundhündin mit Inkontinenz, Atopie (Hauterkrankung) und Ellbogen-OCD

Eine 3-jährige Schäferhundhündin hatte trotz ihres jungen Alters gleich eine ganze Reihe unangenehmer Probleme. Alle hatten sich kurze Zeit nach der Kastration des Tieres eingestellt. Zunächst hatte der Hund begonnen einen immer ausgeprägteren Juckreiz zu entwickeln, der weder auf eine antiparasitäre noch auf eine antibiotische Behandlung reagierte. Der Hund wurde immer nervöser und magerte völlig ab. Das Fell ging ihm aus und man konnte schon äußerlich sehr gut an den kahlen Hautbereichen sehen, welche Organe durch dei Erkrankung in Mitleidenschaft gezogen worden waren, da er in den entprechenden Segmenten - Lunge, Leber, Niere und Dickdarm fast vollständig haarlos war (linkes Bild). Etwa gleichzeitig begann die Inkontinenz. Vor allem nachts, aber manchmal tagsüber konnte die Hündin das Wasser nicht halten und hinterließ mehr oder weniger große Seen im Haus. Auch das Lager war permanent nass und musste ständig erneuert werden. Schließlich stellte sich eine zunehmende Lahmheit der rechten Vordergliedmaße ein, die sich zwar unter antiphlogistischer Behandlung zeitweilig besserte, aber im weiteren Verlauf auch mit Schmerzmitteln nicht zufriedenstellend zu behandeln war. Anhand der Röntgendiagnostik konnte zunächst eine beginnende, später eine fortschreitende OCD des rechten Ellenbogengelenks diagnostiziert werden. 
Als krankhafte Befunde ergaben sich durch die Akupunkturdiagnostik der 3./4. Halswirbel rechts, der rechte Ellbogen, die Zustimmungspunkte an der Wirbelsäule waren die Punkte der Milz und der Niere.  Als Störherde wurde die äußere Kastrationsnarbe im Bereich des Nabels und im Bereich des abgesetzten Uterus gefunden. Die Organpunkte von Ovar und Uterus befinden sich auf dem MP- Meridian. Dadurch bedingt die Kastration eine nachhaltige Störung dieses Meridians, der für die Kontrolle der Blase (Inkontinenz), den Aufbau von Muskulatur, Sehnen, Gelenkkapseln  (Wirbelsäule, Ellbogengelenk) und auch für den Hautstoffwechsel (Hauterkrankung) zuständig ist.
Folgende Behandlung wurde durchgeführt. Neben der lokalen Lasertherapie des Schultergelenkes und der Halswirbelsäule  wurden auch die OP- Narbe der Hautwunde und der Uterusstumpf lokal mit dem Laser behandelt. Akupunkturpunkte zur Stabilisierung des Milz- und Blasenmeridians, so wie Punkte zur Bekämpfung des Gelenkschmerzes und der Entzündung wurden ausgewählt. 
Bei der Nachbehandlung nach 1 Woche konnte festgestellt werden, dass die Inkontinenz schon fast vollständig verschwunden war, die Lahmheit aber nach 3 Tagen sehr deutlicher Besserung wieder zurückgekehrt war. Der Zustand der Haut hatte sich nicht merklich verändert. Die Behandlung wurde in gleicher Weise wiederholt. Danach konnte die Besitzerin die Behandlung für 10 Tage zu Hause selbst mit einem Leihlaser übernehmen und in der gleichen Weise fortführen. 
Danach war der Hund lahmfrei und die Haut ohne klinische Erscheinungen. Die Inkontinenz konnte zwar ganz erheblich gebessert werden, tauchte aber gelegentlich in leichter Form wieder auf.
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Infizierte perforierende Forkenstichverletzung am Auge

Ein 5-jähriger Ponywallach wurde wegen eines stark entzündeten Auges vorgestellt. Es stellte sich bei der Untersuchung heraus, dass es sich um einen Zustand 3 Wochen nach einer perforierenden Hornhautverletzung handelte.  Beim Ausmisten war dem Pferd versehentlich mit einer abrutschenden Forke ins Auge gestochen worden. Das Pferd war von den vorbehandelnden Kollegen nach allen Regeln der Kunst behandelt worden. Dennoch schien eine vollständige Erblindung des Auges nicht mehr aufzuhalten. Auch ich sah eigentlich keine Chance mehr die Sehkraft des Auges zurückzugewinnen, hoffte aber eine drohende vollständige Einschmelzung des Auges zu verhindern und vor allem zumindest die enormen Schmerzen durch die Laserakupunktur lindern zu können (linkes Bild). Es wurden insgesamt 12 Behandlungen des Patienten durchgeführt. 18 Tage nach der ersten Behandlung konnte die Therapie eingestellt werden. Es zeigte sich eine vollständige Regeneration mit keinerlei zurückgebliebenen Funktionsstörungen (rechtes Bild).

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Jährlingsfohlen mit vernachlässigter hypergranulierender Wunde rund um das Fesselgelenk

Eine Jährlingsstute wurde mit einer sehr vernachlässigten stark hypergranulierenden Wunde auf der Streckseite des Fesselgelenks vorgestellt. Das Fohlen war auf einer offensichtlich nicht genügend betreuten Jährlingsweide gehalten worden, was erklärt, weshalb die Verletzung erst so spät entdeckt wurde. Die Wunde hatte ihre Karriere wohl als reine Schnittwunde begonnen, die das Fesselgelenk zu etwa 2/3 umfing. Durch die permanente Dehnung der Haut in der Bewegung hatten sich die Wundränder sehr stark zurückgezogen und sich bereits mit wucherndem Granulationsgewebe gefüllt. Bei jeder Beugung des Gelenkes trat ein quer über die Wunde laufender Riss in Erscheinung, unter dem man die mit angeschnittene und leicht aufgefaserte Strecksehne erkenne konnte. Der Umfang des Fesselgelenkes war auf fast das Doppelte des gesunden Gelenkes angeschwollen (Bild links). Erstaunlicherweise hielten sich die Schmerzen in Grenzen, denn das Fohlen konnte immerhin mit dem Fuß auftreten Neben wundheilungsfördernden und entzündungshemmenden Akupunkturpunkten wurde die Wunde auf der gesamten Fläche unter besonderer Berücksichtigung des Wundrandes mit dem Laser behandelt. Danach wurde ein Wundverband mit Wundwasser angelegt.
4 Tage in Folge wurde der Jährling von mir in der gleichen Form behandelt. Es wurden während der gesamten Behandlung keinerlei Medikamente, auch keine Antibiotika, verabreicht. Danach war eine eindeutige Heilungstendenz zu erkennen und die Behandlung konnte nach eingehender Einweisung der Besitzerin in der gleichen Weise zu Hause weitergeführt werden. Die Jährlingsstute sollte 1x wöchentlich zur Kontrolluntersuchung zu mir in die Praxis gebracht werden. Schon nach 1 Woche, am 12. Behandlungstag hatte sich eine beachtliche Wundkontraktion aber auch eine sehr schöne Epithelisierung vom Wundrand her eingestellt. Nach knapp 4 -wöchiger weiterer täglicher Behandlung durch die Besitzerin war die Wunde bis auf einen 1,5 cm breiten Spalt zugeheilt und der Fuß erheblich abgeschwollen. Nach weiteren 14 Tagen war die Wunde fast geschlossen und wurde nur noch mit elastischem Verband getaped, um den Zug von der Wunde zu nehmen und eine ungestörte Festigung der Wunde zu ermöglichen. Nach weiteren 3 Wochen war die Wunde ausgeheilt (Bild).
Siehe auch Artikel über Wundheilung
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2 Beispiele mit einer MRSA- Infektion (Multi- Resistenter Staph. Aureus)

Ein 5- jähriger Schäferhundmischling wurde nach langer Vorbehandlung zur Laserakupunktur vorgestellt. Die vorbehandelnde Klinik hatte laborklinisch eine MRSA- (Multi- Resistente Staph. Aureus) Infektion nach einer kleinen, unscheinbaren Bissverletzung im Nackenbereich diagnostiziert. Es wurde über den Zeitraum von 6 Monaten versucht, mit verschiedenen geeigneten Kombinationen von Antibiotika, die Wunde zu behandeln. Die intensive Behandlung konnte nicht verhindern, dass der infizierte Bereich ständig größer wurde. Das Allgemeinbefinden war mehr und mehr erheblich gestört. Als letzte Möglichkeit, das Tier zu retten, war eine großflächige operative Entfernung  des betroffenen Areals durchgeführt worden. Die Wunde wurde mit einer ca. 20 cm langen Hautnaht  geschlossen, wobei eine weitere antibiotische Behandlung begleitend durchgeführt wurde. Schon nach 3 Tage brach die Naht wieder auf, da die Infektion im OP- Bereich weiter um sich gegriffen hatte. Wie man auf dem Bild (links) erkennen kann, ist schon fast die gesamte Naht von der Infektion erfasst und Die Klinik gab in diesem Stadium den dringlichen Rat, das Tier einzuschläfern, da eine weitere Therapie unmöglich erschien. In dieser Situation wurde mit der Laserakupunktur begonnen. Es wurde eine  zunächst tägliche Behandlung vorgenommen, die nach 1 Woche in 2- 3 tägigen Abständen fortgeführt wurde. Neben der lokalen Lasertherapie(LLLT)  der infizierten Wunde wurden anti- infektive und wundheilungsfördernde  Akupunkturpunkte behandelt.  Antibiotika, Schmerzmittel und Kortison wurden vollständig abgesetzt. Schon am 3. Behandlungstag war zu erkennen, dass die Wunde nun zu heilen begann. Nach 10 Tagen zeigte die Wunde eine schöne, leicht glänzende Granulationsfläche und hatte sich bereits erheblich kontrahiert. Das Allgemeinbefinden des Hundes war bereits ungestört. Nach genau einem Monat war die Wunde komplett verschlossen (Bild mitte links).
Bei dem 2. Beispiel handelt es sich um einen 3- jährigen Berner Sennenhund, der sich bei der Kastration eine MRSA- Keimen infizierte. Nach wochenlangen erfolglosen Antibiotikagaben versuchte die Klinik durch eine Nachoperation das Problem zu lösen. Leider auch ohne Erfolg. Der Hund hatte hohes Fieber und die Wunde war extrem geschwollen, gerötet und hochgradig schmerzhaft (Bild mitte rechts). Die Laserakupunkturbehandlung benötigte weniger als 3 Wochen, um die Wunde fast ohne erkennbare Narbe abheilen zu lassen (Bild rechts).
Siehe auch Artikel über Wundheilung

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Chronisch obstruktive Bronchitis beim Pferd (COB, auch COPD und RAO)

Eine 13-jährige Araberstute, litt seit 9 Jahren unter einer C.O.B. (Chronisch obstruktiven Bronchitis, auch COPD und RAO genannt). Diese Erkrankung ist den Pferdekennern unter dem Namen „Dämpfigkeit“ bekannt. Es ist eine hochallergische Erkrankung und entspricht einem sehr schweren Asthma beim Menschen.
Die Erkrankung hatte sich in den letzten Jahren trotz immerwährender medizinischer Behandlung so verschlimmert, dass schon mehrfach eine Euthanasie des Pferdes in Erwägung gezogen worden war.
Das Pferd wurde in einem dramatischen Zustand zur Untersuchung vorgestellt. Es machte den Eindruck, als wolle es bald ersticken. Die Nüstern waren bei der Einatmung auf etwa Handtellergröße (linkes Bild) aufgerissen, die Augen panisch erweitert. Ein lautes Pfeifen der Lunge war weithin zu hören. Die Akupunkturdiagnostik ergab, dass unser Patient drei wesentliche Störherdfaktoren hatte: einen Zahnstörherd an einem Backenzahn, eine Narbe am Endpunkt des Lungenmeridians und eine Belastung mit Quecksilber (aus der Nahrungskette). Neben den spezifisch ausgesuchten anti- allergischen und die Lungenfunktion fördernden Akupunkturpunkten wurden die gefundenen Störherde mit dem Laser behandelt. Für die gesamte Akupunkturdiagnostik und Akupunkturbehandlung wurden etwa 45 Minuten benötigt. Während dieser ersten Akupunkturbehandlung, also in einem Zeitraum von 45 Minuten hatte sich das Bild des Patienten extrem verändert. Die Atmung hatte sich fast vollständig beruhigt, die Nüstern waren auch bei der Einatmung nicht mehr geweitet und die Körperhaltung und der Blick waren vollständig entspannt (Bild Mitte).
Wer eine solche Reaktion mit einem Placebo Effekt zu erklären versucht, wie es in der Regel gerne bei Akupunkturerfolgen getan wird, kommt doch in erhebliche Erklärungsnot.
Nach 7 weiteren Behandlungen im Abstand von 3-4 Tagen war das Pferd ohne klinischen Befund, das heißt bei der gründlichen Untersuchung (inkl. Lungenspiegelung) konnten keine krankhaften Befunde mehr erhoben werden. Das Pferd konnte mühelos über die Weide galoppieren (Bild unten).
Siehe auch Artikel über LA-bei-COPD-des-Pferdes
 

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                                                                                                                                                                                         Warmbluthengst mit postoperativer chronischer infizierter Tarsitis

Ein klinisch gesunder 2-jähriger Hengst war bei einer prophylaktischen Röntgenuntersuchung durch einen Chip im rechten Sprunggelenk aufgefallen. Postoperativ, nach endoskopischer chirurgischer Entfernung des Fragments, entwickelte sich eine infektiöse Sprunggelenksentzündung. Diese wurde zuerst von der operierenden Klinik, danach von 3 weiteren Kliniken intensiv behandelt. 6 Monate nach der Operation wurde das Pferd bei mir vorgestellt. Das Pferd setzte die erkrankte Gliedmaße nicht auf und konnte sich nur mühsam auf 3 Beinen vorwärtsbewegen. Der Gelenkumfang betrug 61cm, während das gesunde Sprunggelenk 42cm Umfang hatte (linkes Bild). Hier wurde im Wesentlichen ein lokale Laserbehandlung des betroffenen Gelenkes mit besonderer Berücksichtigung der Endoskopiekanäle und entzündungshemmende Akupunkturpunkte behandelt. Aufgrund der starken Verspannungen durch die Schonhaltung wurden lokale Punkte der LWS und BWS mit dem Laser behandelt. Nach 14 Tagen, bzw. 7 Behandlungen war der Gelenkumfang auf 47cm zurückgegangen und das Pferd konnte im Schritt und etwa 5 Minuten im Trab longiert werden (Bild 2). Das Pferd lief sich schon so schnell ein, dass es nach etwa 1 Minute Trabarbeit jeweils fast lahmfrei traben konnte. Nach ca. 4 Wochen mit 12 weiteren Behandlungen wurde der Patient entlassen und zu Hause zunehmend bis zur vollen Belastung gearbeitet. 
Siehe auch Artikel Schmerztherapie-Gelenke

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Extreme Form einer chronischen Rehe mit starker Hufdeformation bei einer 8- jährigen Warmblutstute

Im Laufe von mehreren Jahren war bei einer 8- jährigen Warmblutstute durch eine chronische Rehe eine fortschreitende Verkrüppelung  des linken Vorderhufes entstanden. In den letzten 3 Monaten hatte sich zusätzlich eine immer breiter werdende Ablösung des Hufrandes vom Kronrand vollzogen, die  mit einer starken eitrigen Entzündung und starker Lahmheit einherging (linkes Bild). Der Kronrand war stark geschwollen, sehr warm und drucksensibel und hatte sich auf etwa 12 cm im gesamten inneren Hufbereich abgelöst, so dass der Kronrand etwa 1,5 cm über die Hufwand ragte. Obwohl eigentlich eine Heilungsmöglichkeit aufgrund der fortgeschrittenen Veränderungen ausgeschlossen erschien, baten mich die Besitzer einen Behandlungsversuch zu unternehmen. 
Der Huf wurde lokal entlang des sich ablösenden Kronrandes sehr intensiv mit einem starken Impulslaser täglich über mehrere Minuten behandelt. Da die Erkrankung durch eine Störung des Nieren- und Leberfunktionskreises verursacht wird, wurden vor allem entsprechende Meridianpunkte behandelt. Während der ersten 14 Tage der Behandlung zeigte sich eine deutliche Demarkationstendenz mit starker Sekretion, wobei es zu einer langsamen Abschwellung des Kronrandes kam. Danach wurde die Stute anschließend nach Hause entlassen und dort vom Besitzer für weitere 4 Wochen mit einem 90 Watt Impulslaser täglich behandelt. 
Nach insgesamt 6- wöchiger Therapie war die Entzündung vollständig abgeheilt und die Wunde trocken. Vom Kronrand war bereits eine 1,5 cm breite Zone mit frischem gesunden Wandhorn heruntergewachsen (rechtes Bild). Nach Abschluss der Behandlung wuchs weiterhin gesundes Hufhorn und die Stute lief auf der Weide wieder ohne erkennbare Lahmheit. Siehe auch Artikel über Hufrehe

 

 

Extreme Form der Cushing Erkrankung bei einem Friesenhengst

Ein 27- jähriger Friesenwallach mit extremer Ausprägung der ECS (Cushing Erkrankung) wurde nachdem er 3-Jahre lang mit Pergolid® therapiert worden war zur Akupunkturbehandlung vorgestellt. Das Pferd war zum Skelett abgemagert, die Haut an mehreren Bereichen hyperkeratotisch, das Fell lang und zottelig, bzw. fast haarlos (siehe Bild 1). Ein weiteres Hauptleiden des Pferdes war aber zweifellos eine hochgradige blutig eitrige Sinusitis der linken Nasenhälfte. Große Mengen blutig eitrigen, übel riechenden Sekrets liefen aus der linken Nüster. Diese Erkrankung war zuvor über 1 Jahr mit verschiedenen Antibiotika- Cocktails zu behandeln versucht worden. Das Pferd war vollkommen lethargisch.
 
Der Patient wurde mit den Techniken des Pulse Controlled Laser Acupuncture Concept (PCLAC), bzw. der RAC- kontrollierten Akupunktur untersucht. Wie tiefgreifend und vielschichtig diese Erkrankung war zeigte sich bei dieser Form der Akupunkturdiagnostik. Neben der Niere, Nebenniere und der Leber waren auch Pankreas und vor allem die übergeordneten Steuerungssysteme Hypophyse und Schilddrüse an der Gesamterkrankung beteiligt. Das auslösende Grundproblem war die zersetzende Entzündung des 4. Prämolaren und des ersten Molaren im linken Oberkiefer des Pferdes. Von diesen Zähnen ausgehend hatte sich auch die eitrige Sinusitis bei dem Pferd entwickelt. Für die ECS kam noch erschwerend hinzu, dass die gleichen Zähne auch auf der rechten Kieferseite Störherde aufwiesen. Dieses Störherdmuster zeigt sich übrigens in identischer Form bei allen Pferden und Hunden mit Cushing Syndrom.
Das Pferd wurde stationär aufgenommen und für 14 Tage 5x wöchentlich behandelt. Die vorangegangene Medikation wurde sofort vollständig abgesetzt. Neben der lokalen Lasertherapie der Sinusitis und der Zahnstörherde wurden Akupunkturpunkte zur Unterstützung von Niere - Ni 7, Leber –Le 8, Bauchspeicheldrüse – MP 2 und Hypophyse – Le 13, so wie lokal die Hypophyse behandelt. Es wurden keine Medikamente, auch keine Antibiotika verabreicht.
Die Laserakupunkturbehandlung erfolgte 3 Wochen 5x wöchentlich stationär. Dabei erholte sich der Patient schon erheblich, aber die eitrige Sinusitis machte keine wesentlichen Fortschritte, was außergewöhnlich war. Daher wurde beschlossen, den M1 zu extrahieren. Bei der Extraktion stellte sich kurioserweise heraus, dass die Zahnwurzelentzündung von einem Pflaumenkern verursacht worden war, der sich offensichtlich im Laufe der Jahre zwischen P4 und M1 zur Wurzel vorgeschoben hatte.  Danach wurde die gleiche Therapie 8 Wochen zu Hause vom Besitzer weitergeführt. Danach war das Pferd vollständig gesund: die Zähne und die Sinusitis waren auskuriert, Haut war wieder in Ordnung, das Fell kurz und glänzend, die Muskulatur hatte auf gesundes Maß zugelegt, so dass der Rücken wieder gerade war und das Pferd trotz des Alters wieder geritten werden konnte.